Vom Streben nach Glück

Vom Streben nach Glück

Zeittafel

1755 – 1763
Der Siebenjährige Krieg. Die Besiedlungspolitik und die Bevölkerungsexplosion im mittleren Deutschland. Ab 1763 aktives russisches Bemühen um die deutschen Untertanen. 6.000 Familien, insgesamt ungefähr 31.000 Menschen lassen sich für das bessere Leben in Russland anwerben.

1763 – 1768
Große Zuwanderungswelle auf dem Wasserweg aus den deutschen Gebieten Rheinhessen und der Pfalz in das mittlere Wolgagebiet in Neurussland

1742-1775
Die Anfangsjahre – Bauernaufstände und die Kirgisen-Überfälle

1764 – 1767
Gründung der 104 Mutterkolonien mit einem speziell für Siedler zuständigen Ausländerkontor mit Sitz in Saratow

1798
Der Beginn der Republik in Frankreich und der beginnende Niedergang des Adels

1806
Auflösung des Römischen Reiches Deutscher Nationen

1812 Napoleons Russlandfeldzug

1815 lebten bereits 60.000 Siedler in den Wolgakolonien. Mit der zweiten Auswanderungswelle 1816 kamen ungefähr 140.000 bis 165.000 weitere Siedler in die Gebiete ums Schwarze Meer.

1825 Der gescheiterte Aufstand der Dekabristen. Bis 1828 vier russische Feldzüge gegen die Türken

1848
Deutscher Versuch einer Revolution. Die Mennoniten aus Preußen verlassen Ihre angestammten Gebiete und Siedeln an der oberen Wolga im Gouvernement Samara (Alt-Samara) um. Dieses Siedlungsgebiet gehört später nicht zu der ASSR der Wolgadeutschen.

1853
Der Krimkrieg und die danach erfolgte Reorganisation der fremdnationalen Verwaltungen aus Furcht um den Zusammenhalt des Russischen Imperiums. Um ca. 1860 Bevölkerungsexplosion und die Gründung der Tochterkolonien

1870 Gründung der Deutschen Nation

04.06.1871
Aufhebung der geltenden Gesetze für die Kolonisten. Die Ausländerverwaltung in Saratow wird aufgelöst. Eine Gebietsreform findet statt. Das Deutschtum im eigenen Land (in Russland) wird als Bedrohung erkannt.

1874
Umfangreiche Modernisierungsbestrebungen in ganz Russland. Einführung der allgemeinen Wehrpflicht auch für deutsche Untertanen. Weiterwanderung.

1878
Der Türkenkrieg

1880 – 1892
Die Grund- und Bodenbewirtschaftung – Das Seelen- und das „Mir“-Systeme der Bodenzuteilung.

1897 lebten 407.000 Deutsche an der Wolga.

1904 Der Russisch-japanische Krieg

1905
Weitere Auswandererwellen, ausgehend aus Russland, neue Auswanderungsziele

1906 – 1914
Stolypin-Reformen und die Auswanderung eines Teiles der Kolonisten weiter nach Sibirien und Kasachstan

1914 – 1916
1. Weltkrieg und deren Auswirkung auf die Entwicklung auf dem Land. Zu dieser Zeit lebten im gesamten Russischen Reich ungefähr 2,4 Millionen Deutsche. Ungefähr 600.000 an der Wolga, 530.000 im Schwarzmeergebiet, 200.000 in Wolhynien und den polnischen Provinzen, 170.000 im Baltikum und 50.000 in und um St. Peterburg.

1916 – 1917
Die Februar- und die Oktoberrevolutionen. Zaristische Liquidationsgesetze der deutschen Siedlungen und die Wende

1918
Der Staatsstreich durch Bolschewiki und der Bürgerkrieg. Die Gründung der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik (ASSR) der Wolgadeutschen –  Brest-Litowsker-Friedensschluss und der Zusatzvertrag.

1917 – 1923 Roter Terror. Der Krieg gegen die Landbevölkerung

1920
Der Polnisch-sowjetischer Krieg. Die aus Russland kommende Weltrevolution wird in Warschau gestoppt. Der Wettlauf sozialistischer und kapitalistischer Ideologien beginnt.

1921 – 1928
Die Hungersnot und die NEP. 1924 ist die „Oktoberrevolution“ mit dem Tod Lenins zu Ende

1927 – 1931
Die Partei und später der Kult um Stalin – Entkulakisierung und Kollektivierung

1931 – 1933 Cholodomor, Industrialisierung, GULAG

1938
Der Höhepunkt des Terrors. Vernichtung und Anklage nach § 58 Abs. 10 des Strafgesetzbuches der RSFSR

1941 Die Auflösung der ASSR der Wolgadeutschen. Insgesamt zählte die ASSRdWD ungefähr 600.000 Bürger, von denen im August 1941 441.115 Menschen ausgesiedelt wurden. Insgesamt wurden bis Ende 1941 799.459 Deutsche aus dem europäischen Teil Russlands entfernt.

Ab 1941
Einbürgerungen und Repatriierung im Deutschen Reich. Insgesamt vor dem 2. Weltkrieg lebten auf dem sowjetischen Territorium 1,4 Millionen Deutsche.

1942 – 1964 – 1972
Die Zwangsarbeit. Die Kommandantur und das Rücksiedlungsverbot

1965 – 1986
Die Freizügigkeit und die Autonomiebestrebungen

Ab 1989 Rehabilitationen der in der Sowjetunion Repressierten

1990
Die massenhafte Auswanderung aus der zerfallenden UdSSR.

Heute geht man davon aus, dass in Deutschland ungefähr 4 Millionen der aus Russland eingewanderter Bürger, zusammen mit deren in Deutschland geborenen Nachkommen, leben. In den postsowjetischen Gebieten leben ungefähr 600.000 Menschen, die sich der deutschen Nationalität zugehörig fühlen.

Erscheint im Sommer 2022

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